KUNSTTHERAPIE FÜR KINDER
Wenn Worte noch nicht ausreichen, können Bilder erzählen
Kinder können oft sehr genau spüren, dass etwas nicht stimmt – ohne schon die passenden Worte dafür zu haben. Beim Malen, Formen und Gestalten dürfen Gefühle, Erlebnisse und innere Bilder auf kindgerechte Weise sichtbar werden.
Ein eigener Ausdruck für das, was Ihr Kind bewegt.
Kunsttherapie bietet Ihrem Kind einen geschützten Raum, in dem es sich ausprobieren, eigene Ausdruckswege entdecken und neue Erfahrungen machen kann – ohne Leistungsdruck und ohne etwas „richtig“ machen zu müssen.
Kindgerecht. Wertschätzend. Ohne Leistungsdruck.
MÖGLICHE ANLÄSSE
Wann Kunsttherapie Kinder unterstützen kann
Manche Kinder werden still, andere reagieren unruhig, gereizt oder ziehen sich zurück. Nicht immer lässt sich sofort erkennen oder aussprechen, was sie beschäftigt. Kunsttherapie kann einen zusätzlichen, kindgerechten Zugang eröffnen.
Gefühle ausdrücken
Farben, Formen und Materialien eröffnen einen zusätzlichen Ausdrucksweg, wenn Worte fehlen oder Gespräche als anstrengend erlebt werden.
Veränderungen bewältigen
Eine Trennung, ein Umzug, der Wechsel der Schule, Verluste oder andere Veränderungen können Kinder innerlich stark beschäftigen.
Eigene Stärken entdecken
Beim selbstbestimmten Gestalten kann Ihr Kind eigene Fähigkeiten, Interessen und persönliche Kraftquellen bewusster wahrnehmen.
Ängsten und Unsicherheit begegnen
Im geschützten Gestaltungsraum können belastende Gefühle vorsichtig sichtbar und im eigenen Tempo betrachtet werden.
Nicht jedes auffällige Verhalten bedeutet, dass ein Kind eine Therapie benötigt. In einem ersten Gespräch betrachten wir deshalb gemeinsam Ihre Beobachtungen, die Situation Ihres Kindes und Ihre Erwartungen.
Kunsttherapie kann Kinder in belastenden Situationen begleiten, ersetzt jedoch keine erforderliche kinderärztliche, kinder- und jugendpsychiatrische oder psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung.
SO ARBEITE ICH MIT KINDERN
Spielerisch, wertschätzend und ohne Leistungsdruck
Kinder dürfen zunächst ankommen, die Materialien kennenlernen und Vertrauen entwickeln. Je nach Alter, Interessen und persönlicher Situation stehen unterschiedliche Farben, Stifte, Papiere und plastische Materialien zur Verfügung.
Manchmal entsteht ein Bild, manchmal eine Figur oder eine kleine Geschichte. Es kann ebenso wichtig sein, etwas zu verändern, zu übermalen oder neu zu beginnen. Der kreative Prozess richtet sich nach dem Kind – nicht nach einer Erwartung von außen.
Kein Kind muss sofort über schwierige Erlebnisse sprechen. Nähe, Zurückhaltung und Gespräch entwickeln sich in dem Maß, das für das Kind möglich ist. Neben Belastungen richtet sich der Blick besonders auf Fähigkeiten, Interessen und persönliche Kraftquellen.
Eltern gehören zum Weg ihres Kindes
Sie kennen Ihr Kind und seinen Alltag am besten. Deshalb beginnt die Begleitung mit einem Gespräch, in dem Sie Ihr Anliegen, Ihre Beobachtungen und wichtige Hintergründe schildern können. Wie Sie im weiteren Verlauf einbezogen werden, hängt vom Alter und von der Situation Ihres Kindes ab.
WISSENSCHAFTLICH EINGEORDNET
Was die Forschung über Kunsttherapie mit Kindern sagt
Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten beschreiben Kunsttherapie als einen Ansatz, der Kindern einen zusätzlichen, nonverbalen Zugang zu Gefühlen und Erfahrungen ermöglichen und die therapeutische Kommunikation unterstützen kann. Ermutigende Ergebnisse finden sich unter anderem bei psychosozialen Belastungen und bei Kindern mit traumatischen Erfahrungen. Die bisherigen Studien unterscheiden sich jedoch deutlich hinsichtlich Alter, Anlass, Methode und Dauer. Die Forschungslage ist deshalb noch nicht für alle Anwendungsbereiche gleichermaßen belastbar.
ERSTER KONTAKT
Möchten Sie herausfinden, ob Kunsttherapie zu Ihrem Kind passt?
Sie müssen sich nicht sofort für eine längerfristige Begleitung entscheiden. In einem ersten Gespräch können Sie Ihre Situation schildern und offene Fragen stellen. Gemeinsam betrachten wir, ob und in welcher Form Kunsttherapie für Ihr Kind passend sein könnte.
