Aus Pflege, Kunst und therapeutischer Erfahrung ist mein eigener beruflicher Weg entstanden

Mein Weg zur Kunsttherapie verbindet langjährige Erfahrung in der Krankenpflege mit eigener künstlerischer Praxis sowie einer fundierten kunsttherapeutischen und psychotherapeutischen Ausbildung. Jede Station hat meinen Blick auf den Menschen erweitert und prägt meine heutige Arbeit mit Kindern und Erwachsenen.

Stationen meines beruflichen und therapeutischen Weges

Ausbildung in der Krankenpflege

Von 1980 bis 1983 absolvierte ich meine Ausbildung in der Krankenpflege. Dabei lernte ich, Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen zu begleiten und ihnen auch in Zeiten von Krankheit, Unsicherheit und persönlicher Veränderung aufmerksam zu begegnen.

Die Erfahrungen aus der Krankenpflege bilden bis heute eine wichtige Grundlage meiner therapeutischen Arbeit. Sie haben mein Verständnis für körperliche und seelische Belastungen sowie für die individuellen Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten geprägt.

Malerei als persönliche Ausdrucksform

Unabhängig von meiner pflegerischen Ausbildung beschäftigte ich mich intensiv mit Kunst und entwickelte eine eigene künstlerische Praxis. Dabei arbeitete ich insbesondere mit Acryl- und Ölfarben.

Das Malen eröffnete mir einen persönlichen Zugang zu Farben, Formen und inneren Bildern. Mit der Zeit entstand der Wunsch, meine künstlerischen Kenntnisse systematisch zu vertiefen und die Möglichkeiten kreativen Ausdrucks auch mit meiner beruflichen Erfahrung zu verbinden.

Berufsbegleitendes Kunststudium an der Kölner Malschule

Von 2013 bis 2015 absolvierte ich ein zweijähriges, berufsbegleitendes und zertifiziertes Kunststudium an der Kölner Malschule.

Im Mittelpunkt standen unterschiedliche Techniken und Ausdrucksformen der Malerei und Zeichnung. Ich arbeitete mit Acryl- und Ölfarben, Kreide und Kohle und beschäftigte mich mit realistischer und abstrakter Malerei, Portraitgestaltung, Zeichnung und weiteren künstlerischen Grundlagen.

Während dieser Zeit vertiefte ich nicht nur meine handwerklichen Fähigkeiten, sondern entwickelte auch ein differenzierteres Verständnis für individuelle Bildsprache und gestalterische Prozesse. Meine Dozentinnen und Dozenten ermutigten mich, meine Erfahrungen und Fähigkeiten miteinander zu verbinden und den Weg in die Kunsttherapie weiterzuverfolgen.

Studium zur Diplom-Kunsttherapeutin am IBKK in Bochum

Von 2015 bis 2019 studierte ich am Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie (IBKK) in Bochum und schloss das Studium als Diplom-Kunsttherapeutin ab. Zu meinen Lehrenden gehörte Prof. Dr. Kathrin Seifert.

Im Studium setzte ich mich intensiv damit auseinander, wie künstlerische und gestalterische Prozesse therapeutisch begleitet werden können. Neben der praktischen künstlerischen Arbeit beschäftigte ich mich mit psychologischen und kunsttherapeutischen Grundlagen, der Wahrnehmung individueller Ausdrucksformen und der achtsamen Begleitung persönlicher Entwicklungsprozesse.

Das Studium ermöglichte mir, meine Erfahrungen aus Krankenpflege und Kunst fachlich zusammenzuführen und daraus eine eigene kunsttherapeutische Haltung zu entwickeln.

Klinische Erfahrung in der Psychosomatischen Tagesklinik Köln

Im Rahmen meines Kunsttherapiestudiums absolvierte ich ein Praktikum in der Psychosomatischen Tagesklinik Köln am Hansaring unter der Leitung von Dr. Schonnebeck.

Dort lernte ich kunsttherapeutische Prozesse im klinischen Umfeld kennen. Im Anschluss an das Praktikum war ich als Honorarkraft im Fachbereich Kunsttherapie tätig.

Diese frühere Tätigkeit vermittelte mir wichtige klinische Erfahrungen und vertiefte mein Verständnis für die Verbindung von kreativem Ausdruck, psychischem Erleben und therapeutischer Begleitung.

Kunsttherapeutische Arbeit mit Kindern in der Schweiz

Im Jahr 2018 führte mich eine kunsttherapeutische Weiterbildung in die Schweiz. Dort arbeitete ich bei Brigitte Lüscher und Irena Leuenberger kunsttherapeutisch mit Kindern.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Lösungsorientierten Malen (LOM). Die Arbeit zeigte mir, wie Kinder über Bilder, Farben und gestalterische Prozesse ausdrücken können, was sich mit Worten noch nicht oder nur schwer mitteilen lässt.

Diese Erfahrung hat meinen Blick auf die kunsttherapeutische Begleitung von Kindern nachhaltig geprägt und bildet eine wichtige Grundlage meines heutigen Arbeitsschwerpunkts.

Kunsttherapeutische Arbeit mit Kindern und Erwachsenen

Seit 2018 bin ich kunsttherapeutisch tätig und begleite sowohl Kinder als auch Erwachsene in Einzeltherapien und Gruppen.

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Kunsttherapie mit Kindern. Der kreative Prozess bietet ihnen einen geschützten Raum, in dem Gefühle, Erfahrungen und innere Bilder sichtbar werden dürfen. Dabei können eigene Ausdrucksmöglichkeiten, persönliche Stärken und neue Lösungswege entdeckt werden.

Auch Erwachsene begleite ich in belastenden Lebensphasen und persönlichen Veränderungsprozessen. Im Mittelpunkt stehen stets der individuelle Mensch, sein eigenes Tempo und das, was sich im kreativen Prozess zeigen darf. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Heilpraktikerin für Psychotherapie

Im Jahr 2021 absolvierte ich meine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie. Die Ausbildung fand an der Thalamus Schule und der Heilpraktikerschule ARSANIS in Köln und Wuppertal statt.

Dabei vertiefte ich meine Kenntnisse psychischer Erkrankungen, diagnostischer Grundlagen und psychotherapeutischer Ansätze. Meine therapeutische Haltung und Arbeit orientieren sich insbesondere an der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und an systemischen Sichtweisen.

Diese Qualifikation ergänzt meine kunsttherapeutische Arbeit und ermöglicht es mir, kreative Prozesse in einen fundierten psychotherapeutischen Rahmen einzubetten.

Kunsttherapie für Patientinnen mit Brustkrebs

Im Rahmen meiner Tätigkeit in der Onkologie des Universitätsklinikums Bonn war ich an einer Studie zur Kunsttherapie für Patientinnen mit Brustkrebs beteiligt.

Die Kunsttherapie eröffnete während der Erkrankung einen geschützten Raum, in dem Belastungen, Ängste, Veränderungen und persönliche Kraftquellen einen eigenen Ausdruck finden konnten.

In diese Arbeit flossen meine Erfahrungen aus Krankenpflege, Kunsttherapie und psychotherapeutischer Qualifikation ein. Die Begleitung der Studienteilnehmerinnen hat meinen fachlichen Weg und meine weitere kunsttherapeutische Arbeit nachhaltig geprägt.

Kunsttherapie bei Risikoschwangerschaften

Derzeit beginnt ein neues Projekt zur Kunsttherapie bei Risikoschwangerschaften.

Eine Risikoschwangerschaft kann mit Unsicherheit, Sorge und einer hohen emotionalen Belastung verbunden sein. Die Kunsttherapie soll einen geschützten Raum bieten, in dem Gefühle und Erfahrungen über Farben, Formen und Bilder ausgedrückt und persönliche Kraftquellen wahrgenommen werden können.

Das Projekt befindet sich aktuell im Aufbau. Die kunsttherapeutische Begleitung soll die betroffenen Frauen in dieser besonderen Lebenssituation aufmerksam und wertschätzend unterstützen.

Kontinuierliche fachliche und künstlerische Entwicklung

Weitere Kurse, unter anderem an der Alanus Hochschule, erweitern fortlaufend meine Kenntnisse zu unterschiedlichen Krankheitsbildern, therapeutischen Methoden und künstlerischen Ausdrucksformen.

Die Verbindung von Pflege, Kunst, Kunsttherapie und Psychotherapie bildet heute die Grundlage meiner Arbeit. Weiterbildung verstehe ich als einen fortlaufenden Prozess, der neue Perspektiven eröffnet und die Qualität der therapeutischen Begleitung unterstützt.

Eine ausführliche Übersicht finden Sie auf der Seite Weiterbildungen.

Möchten Sie meine kunsttherapeutische Arbeit kennenlernen?

In einem persönlichen Gespräch können wir gemeinsam klären, welche Form der kunsttherapeutischen Begleitung zu Ihrer aktuellen Situation oder zu den Bedürfnissen Ihres Kindes passen kann.